Tagestipps im Radio

Tagestipps

Samstag 19:00 Uhr HR2

Live Jazz

Julia Kadel Quintett || Julia Kadel, p | Luise Volkmann, sax | Maria Reich, v | Ivan Gélugne, db | Emmanuel Scarpa, dr | Jazzdor Strasbourg-Berlin, Kulturbrauerei, Berlin, Juni 2022

Samstag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Zeit der Zärtlichkeit Von Dacia Maraini Wiederholung: WDR 5 So. 17.04 Uhr Ein Frauenleben erzählt in Briefen Übersetzung aus dem Italienischen: Moshé Kahn Bearbeitung: die Autorin Vera: Eleonore Weisgerber Flavia: Luise Tavera Edoardo: Werner Wölbern Giacoma: Gabriele Blum Krankenpfleger: Bernd F. Capitain Regie: Claudia Johanna Leist Produktion: WDR 1999

Samstag 19:05 Uhr SWR2

SWR2 Krimi

Unearthing Von Erik Wunderlich Mit: Odine Johne, Patrycia Ziolkowska und Jonathan Bruckmeier Musik mit Kompositionen von Martin Buntz Regie: Martin Buntz (Produktion: SWR 2022 - Premiere) Anouk Jamal befindet sich mit drei weiteren Pionier*innen auf Mission im Weltall. Bei einem Zusammenstoß ihres Raumschiffs mit einem Meteoriten haben unbekannte Erreger die Astronaut*innen infiziert, woraufhin sie von der KI Anulus in künstlichen Kälteschlaf versetzt worden sind. Somit ist Anulus nicht nur oberste Hüterin aller Regelkreise und Steuerelemente an Bord, sondern für Anouk auch die einzige Ansprechpartnerin. Und ihre Psychotherapeutin: Von Einsamkeit und Heimweh geplagt, macht sich die junge Frau umso größere Sorgen um den schwerkranken Mitreisenden Andri, ihren Lebensgefährten.

Samstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Hörspiel

«Die unerträgliche Naivität der Anderen» von Coelestin Meier Junge Menschen auf der Suche nach ihrem Platz in der Welt. In einer Welt, die immer ungeordneter und irrationaler zu werden droht. Wo ist sie hin, die verbindende Kraft aufgeklärten Denkens? Eine Wohngemeinschaft als Versuchsanordnung.

Samstag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

des Monats September 2022 ALLES LICHT, DAS WIR NICHT SEHEN von Anthony Doerr Regie: Petra Feldhoff, Regieassistenz: Josephine Güntner Mit: Alicia von Rittberg, Frieda Reinke, Leni Kramer, Markus J. Bachmann, Julius Langner, Gustav Saurbier, Noureddine Chamari, Charlotte Schwab, Steve Karier u.v.a. Komposition: Ulrike Haage Ton/Technik: Werner Jäger, Mechthild Austermann Dramaturgie: Ulla Illerhaus Produktion: WDR 2022 Begründung der Jury der Akademie der Darstellenden Künste: Die Jury kürt Alles Licht, das wir nicht sehen nach dem gleichnamigen Roman von Anthony Doerr als besonders gelungene Literaturadaption zum Hörspiel des Monats September 2022. Die szenische und atmosphärische Textvorlage wurde kongenial von der Regisseurin Petra Feldhoff umgesetzt. Unter ihrer Anleitung überzeugen auch die schauspielerischen Leistungen insbesondere der Darstellung der Protagonistin Marie-Laure durch Alicia von Rittberg, Frieda Reinke und Leni Kramer sowie des Protagonisten Werner Hauser durch Marcus J. Bachmann, Julius Langner und Gustav Saurbier in den unterschiedlichen Altersstufen vom Kind bis zum Jugendlichen und zur Erwachsenen sowie des Nebendarstellers Bernhard Schütz als Reinhold von Rumpel. Dramaturgie, Inszenierung und schauspielerische Leistung erzeugen einen solchen Sog, dass man alle drei Teile am Stück hören möchte. Besonders berührend ist, dass der Zweite Weltkrieg aus der ungewöhnlichen Perspektive eines französischen, blinden Mädchens und eines deutschen, technikbegeisterten Jungen erzählt wird, die unaufhaltsam in den Wirren der Ereignisse aufeinander zutreiben. Die Gefahr der Sentimentalität wird dabei durch die tragende Rolle des Radios als dritter Protagonistin gebannt. Es wird in all seinen Facetten gezeigt und treibt die Handlung voran: Als Medium zur Überwindung von Grenzen und Entfernungen, als vermittelndes Element von Bildung, Kunst und Kultur, sowie als politische Propagandamaschine, die zur Gleichschaltung benutzt wird, als Waffe des Widerstandes und als lebensgefährliches Instrument zur Ortung von den Partisaninnen und Partisanen. Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Frankfurt am Main zeichnet jeden Monat ein Hörspiel aus den Produktionen der ARD-Anstalten aus. Die Entscheidung über das Hörspiel des Monats trifft eine Jury, die jeweils für ein Jahr unter der Schirmherrschaft einer ARD-Anstalt arbeitet. Am Ende des Jahres wählt die Jury aus den zwölf Hörspielen des Monats das Hörspiel des Jahres. ALLES LICHT, DAS WIR NICHT SEHEN

Samstag 22:00 Uhr Bremen Zwei

Sounds in concert: women in emotion 2022 (III): Ina Forsman

Der Strahlkraft ihrer Stimme kann man nicht entgehen. Ina Forsman gehört zu jenen Ausnahmesängerinnen, die jedes Wort mit intensivem Gefühl aufladen können. Kein Wunder, dass sie heute mehr denn je in Richtung Soul strebt - Vintage-Style. Aber auch der Blues ist ihr noch nahe.

Samstag 22:03 Uhr SWR2

SWR2 Jazztime

Noblesse und Innovation - Erinnerungen an den Klarinettisten Rolf Kühn von Bert Noglik Sein Ton auf der Klarinette bleibt unerreicht - warm, rund und vollendet. Rolf Kühn zählte zu den herausragenden deutschen Jazzmusikern, mehr noch, zu den wenigen von Weltformat. In seinem Spiel spiegelten sich die Erfahrungen eines langen und reichen Musikerlebens. Souveränität und Meisterschaft zeichneten ihn ebenso aus wie Wagemut und Risikofreude. Rolf Kühn wurde von einer unbändigen Neugierde vorangetrieben, die ihn immer wieder beglückende Entdeckungen machen ließ und auch mit jüngeren Generationen zusammenführte. John W. Green: Body and Soul / aus der CD: Yellow And Blue Rolf Kühn, Klarinette Joseph Kosma: Autumn Leaves / aus der CD: Spotlights Rolf Kühn, Klarinette Rolf Kühn: A Little Circus / aus der CD: Stereo Rolf Kühn, Klarinette Rolf Kühn: Rolly"s Bebop / aus der CD: Jazz in Deutschland 1947 - 1965 Das Tanzorchester des Senders Leipzig Joachim Kühn: Chiarescuro / aus der CD: Rolf & Joachim Kühn Quartet: East Berlin 1966 another side (of jazz) asn.1 Joachim Kühn, Klavier Joachim Kühn, Rolf Kühn: Impressions Of New York: Arrival / aus der CD: Impressions of New York Rolf Kühn, Klarinette Joachim Kühn Quartet Michel Legrand: What Are You Doing The Rest Of Your Life / aus der CD: Yellow and Blue Rolf Kühn, Klarinette Joachim Kühn: Light Year / aus der CD Lifeline Joachim Kühn Quartet Rolf Kühn, Klarinette Dave Brubeck: In Your Own Sweet Way / aus dem Album Love Stories Rolf Kühn, Klarinette Joachim Kühn, Klavier Matt Dennis: Angel Eyes / aus der CD: Yellow And Blue Rolf Kühn, Klarinette

Samstag 23:00 Uhr rbb Kultur

Late Night Jazz

Ganna Gryniva  HOME Moderation: Holger Zimmer Ganna Gryniva stammt aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Kyiv, Ukraine. Natur, soweit das Auge reicht. Als sie 2013 nach Berlin kam, war es ein Schock  und eine Herausforderung. Ihr Debütalbum "Dykyi Lys" ("Wilder Fuchs" auf Ukrainisch) wurde von der Kritik gelobt. In letzter Zeit war sie, wie man sich denken kann, extrem aktiv bei Konzerten und BenefizVeranstaltungen, trommelte für den Frieden, sammelte Geld für ein Waisenhaus. Trotzdem fand sie Zeit, mit ihrem Quintett GANNA ein Neues Album zu veröffentlichen. Es heißt " HOME". Wir stellen es vor.

Samstag 23:03 Uhr SWR2

SWR2 Ohne Limit

Der weiße Fächer Hörspiel nach dem Theaterstück von Hugo von Hofmannsthal Mit: Kunibert Gensichen, Harald Baender, Elsa Pfeiffer, Herbert Fleischmann, Edith Heerdegen, Käthe Lindenberg, Renate Junker Bearbeitung: Peter Kehm Regie: Claire Schimmel (Produktion: Süddeutscher Rundfunk 1949) Gleich einem federleichten Zauberspiel entwirft Hofmannsthal sein 1897 veröffentlichtes Versdrama um die zwei verwitweten junge Menschen Fortunio und Miranda. Sie möchten ihr Versprechen gegenüber den verstorbenen Ehepartnern einlösen, finden aber zurück ins, der Liebe zugewandte Leben des schönen Scheins.

Samstag 23:05 Uhr Deutschlandfunk

Lange Nacht

Meine Sprache versteht die ganze Welt Eine Lange Nacht über Joseph Haydn Von Nikolaus Scholz Regie: der Autor (Wdh. v. 25./26.05.2019) Joseph Haydn (1732-1809), vor 290 Jahren geboren, Begründer der klassischen Symphonie und Komponist der österreichischen Kaiserhymne und späteren deutschen Nationalhymne, lebte in einer schillernden, revolutionären Ära, und läutete zusammen mit Mozart und Beethoven eine neue musikalische Epoche ein, die der "Wiener Klassik". Er ist 24 Jahre vor Mozart geboren und hat den genialen Zeitgenossen fast um 18 Jahre überlebt. Seine 77 Lebensjahre waren erfüllt von schöpferischer Vitalität und der Lust am musikalischen Experiment, worüber sich Joseph Haydn drei Jahre vor seinem Tod selbst äußerte: "Gewöhnlich verfolgen mich musikalische Ideen bis zur Marter; ich kann sie nicht loswerden, sie stehen wie Mauern formiert. Ist es ein Allegro, das mich verfolgt, dann schlägt mein Puls stärker, ich kann keinen Schlaf finden. Ist es ein Adagio, dann bemerke ich, dass der Puls langsamer schlägt. Die Fantasie spielt mich, als wäre ich ein Klavier." Die Lange Nacht über Joseph Haydn präsentiert nicht nur das musikalische ?uvre das im Dienste der ungarischen Fürsten Esterházy entstand, sondern wirft ein breites Schlaglicht auf die Musikwelt im Wien des 18. Jahrhunderts von Karl VI. und Maria Theresia, auf die Wiener Freimaurerszene und die Ausbildung und Leidensgeschichte der Kastraten zu jener Zeit. Die Sendung widmet sich auch Haydns abenteuerlichen Reisen mit Kutsche und Schiff quer durch Europa. Damit nicht genug, erzählt uns eine groteske Coda vom Tod des Komponisten, der mit der Eroberung Wiens durch napoleonische Truppen zusammenfällt.

Samstag 23:05 Uhr Bayern 2

Nachtmix

Stop That Train Songs über Züge Liebeskummer, Hoffnung, Verzweiflung und Aufbruch - all das kann zum Ausdruck gebracht werden, wenn die Eisenbahn in Songs thematisiert wird. In dieser Stunde tun das: Robert Johnson, The Rolling Stones, Kraftwerk, The Clash, Elvis Presley, Bob Dylan, Jimi Hendrix, The Yardbirds, Led Zeppelin, Soul Asylum, Keith & Tex, The Ethiopians, Peter Muffin Trio und Das Hobos.

Sonntag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Stunde 1 Labor

Save your grave Historisches Grab als eigene letzte Ruhestätte Von Susanne Burkhardt und Marietta Schwarz In Berlin gibt es circa 240 Friedhöfe, von denen 85 unter Gartendenkmalschutz stehen. Die Friedhofsverwaltungen sind stolz darauf, gleichzeitig sehen sie sich aber vor Herausforderungen gestellt, die sie allein kaum meistern können: Der Trend zu kleinen Urnengräbern und anonymen Bestattungen führt zu immer weniger Einnahmen und immer mehr Freiflächen, die trotzdem bewirtschaftet werden müssen. Denkmalschutz ist teuer, weshalb die Ämter genau prüfen, wieviel historischen Bestand sie überhaupt erhalten können. Eine unkonventionelle Möglichkeit, den Erhalt historischer Gräber zu unterstützen, sind private Patenschaften. Paten erklären sich bereit, alte Grabstätten zu restaurieren und zu pflegen - im Gegenzug können sie später einmal selbst dort beigesetzt werden. Wie wird man Pate eines Grabes? Was genau muss man dafür tun? Das sind Fragen, die sich Susanne Burkhardt und Marietta Schwarz gestellt haben. Beim Blick hinter die Kulissen des Friedhofsalltags und der Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit erfuhren sie, dass die Beschäftigung mit solchen Fragen weder trist noch traurig sein muss.

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