Tagestipps

Freitag 19:05 Uhr SWR2

SWR2 Krimi

Wie, weiß keiner ARD Radio Tatort Kriminalhörspiel von Dirk Schmidt Mit: Matthias Leja, Sönke Möhring, Christine Prayon u. v. a. Musik: Rainer Quade Regie: Claudia Leist (Produktion: WDR 2020) Hamm im Ausnahmezustand. Eine Anschlagsserie stürzt die sympathische Stadt am Rand des Ruhrgebiets ins Chaos. Handelt es sich um einen wirren Einzeltäter oder ist eine Terrororganisation am Werk? Obwohl bei den Ermittlungen des LKA modernste Fahndungsmethoden zum Einsatz kommen, gibt es keine Fortschritte. Die Bevölkerung verliert das Vertrauen. Doch natürlich gibt auch die Task Force Hamm ihr Bestes. Zum Glück besteht Anlass zur Hoffnung, als ein neuer Kollege auftaucht. Obwohl seine Herangehensweise unorthodox anmutet, sehen Lenz, Latotzke und Ditters Licht am Ende eines sehr dunklen Tunnels.

Freitag 19:05 Uhr Ö1

matrix - computer neue medien

Medien-Klischees und wie Digital Natives selbst ihre Welt sehen Sie rennen mit gebeugtem Kopf und steifem Handy-Nacken durch die Straßen, während sie auf ihr Smartphone starren und langsam drüber wischen: Die Smombies, also Smartphone-Zombies, die ständig online sind und nur sehr selten auftauchen aus ihrer glitzernden Instagram-Parallel-Welt oder der finsteren Online-Gaming-Hölle. Während sie die neuesten Filter-Selfies ihrer Freunde liken, schnell über ein paar Nachrichten scrollen, mit einem Ohr einem YouTube-Video lauschen und Emojis verschicken, suchen sie mit einem weiteren Wisch in Dating-Apps wie Tinder nach Flirts, Lebensabschnittspartnern und Liebschaften. Sie alle sind internetsüchtig und wissen nichts mehr, sie googeln alles und können nicht mehr sinnerfassend lesen, weil digitale Medien sie ständig von allem ablenken. Das Bild der älteren Generation von den 20 - 30jährigen ist nicht sehr schmeichelnd. Und vor allem ziemlich falsch. "Matrix" hat Jugendliche und junge Erwachsene mit diesen Klischees konfrontiert und sie nach ihrem und dem Mediennutzungsverhalten ihrer Eltern gefragt, mit ganz erstaunlichen Ergebnissen. - Eine Wiederholung vom Jänner 2020. Redaktion: Franz Zeller Moderation: Wolfgang Ritschl

Freitag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Mikrokosmos - Die Kulturreportage

Gespielte Welten Live-Rollenspiele Von Jakob Schmidt Produktion: Deutschlandfunk 2018 Eine Katastrophe hat den Planeten vor langer Zeit unbewohnbar gemacht. Die letzten Überlebenden konnten sich unter der Erde in Sicherheit bringen, wo sie eine hierarchische Gesellschaft aufgebaut haben. Was sich nach dystopischer Fantasie anhört, wird beim Live-Rollenspiel für drei Tage Realität. 200 Teilnehmende treffen sich dann in einer verlassenen Fabrikhalle im Ruhrgebiet, um die Außenwelt hinter sich zu lassen. Für die Geschichte gibt es kein festgelegtes Drehbuch. Die komplexe Handlung aus Korruption und Intrige improvisieren alle gemeinsam während des Spiels, allerdings auf Basis vorgegebener Regeln. Drei Tage lang legen die Spielenden ihre privaten Identitäten ab und werden ganz zum selbstgewählten Charakter in dieser postapokalyptischen Welt. Sie schlafen, essen, leben in ihren Rollen und verinnerlichen so die fiktive Gesellschaftsordnung. Ihr Publikum sind sie dabei selbst. Es gibt keine Unbeteiligten. Und je mehr Zeit vergeht, desto stärker verwischen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität. Aus Spiel wird Ernst und die Möglichkeit, unsere Weltordnung mit neuen Augen zu sehen.

Freitag 20:05 Uhr NDR Blue

NDR Blue In Concert

Das tägliche Radiokonzert - Heute mit Maximo Park (1/2) 2003 hat sich die Band aus Newcastle gegründet, mit ihrem Debütalbum "A Certain Trigger" gehören sie zu der "Class of 2005" - einer Reihe von Bands, die dem britischen Indie-Rock wieder neues Leben eingehaucht haben. Seitdem haben sie fünf weitere Alben veröffentlicht, zuletzt erschien 2017 "Risk To Exist". 2019 spielten Maximo Park beim A Summer"s Tale; dort bewiesen sie einmal mehr, dass sie vor allem eine großartige Liveband sind. Wir haben für Sie den Mitschnitt des Konzerts bei dem Festival in Luhmühlen.

Freitag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

On Stage

Zurückgelehnt im Fünfertakt (1/2) Die Henrik Freischlader Band Live aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln Am Mikrofon: Tim Schauen (Teil 2 am 21.8.2020) Es hat mit dem Blues angefangen für Henrik Freischlader, mit seiner Liebe zu Musik und Gitarrenspiel von Gary Moore und Peter Green. Der Rest ist bekannt, denn der Wuppertaler gehört längst zu den besten Gitarristen der Szene. Aber eben nicht nur im Blues ist Freischlader, 1982 in Köln geboren, zu Hause, sondern: in groovender handgemachter Musik mit Seele. Blues und Soul also, und zusammen mit den vier Kollegen seiner 2017 gegründeten Henrik Freischlader Band spielt er mit Groove, extrem zurückgelehnt, entspannt, funky. Die Soli nutzt nicht nur der Leadgitarrist, auch Keyboarder Roman Babik und Alt-Saxofonist Marco Zügner können improvisieren. Beim Konzert im Deutschlandfunk spielt die Band teils auf akustischen Instrumenten, teils auf elektrisch verstärkten, auch Songs des im Herbst erscheinenden Albums "Missing Pieces".

Freitag 21:05 Uhr NDR Info

Der Talk

Samy Deluxe: Hip-Hopper sind die besten Sozialpädagogen! Der Hamburger Samy Deluxe ist mit über einer Million verkaufter Tonträger einer der erfolgreichsten deutschen Rapper. Als Sohn eines Sudanesen und einer deutschen Mutter war er oft mit Rassismus konfrontiert. Seine Haltung dazu hat er immer wieder in Interviews und Songs thematisiert - zuletzt nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd. Musik hat für den 42-Jährigen auch einen großen pädagogischen Wert: So gründete er 2013 den Verein Deluxe Kidz. Im Talk geht es um seine Kindheit in Hamburg, die Anfänge seiner Musiker-Karriere und um die aktuelle Rassismus-Diskussion. 21:30 - 21:35 Uhr Nachrichten Der Talk

Freitag 21:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Geisterspiel Von Günter Koch Mit Günther Koch und Helmut Böttiger Realisation: Helmut Böttiger/Bernhard Jugel/Günther Koch BR 2005 Fußball unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Reporter-Legende Günther Koch kommentierte am 26. Januar 2004 die außergewöhnliche Partie Alemannia Aachen - 1. FC Nürnberg vor leeren Rängen. Das "Geisterspiel" ohne Fans im Stadion hatte das DFB-Sportgericht verfügt, nachdem zuvor der Trainer der Nürnberger von einem Wurfgeschoß getroffen worden war. "Es ist ein beklemmendes Gefühl!", sagt Günther Koch zum Anpfiff und lässt in den folgenden 90 Minuten die Beschränkungen der gewohnten Berichterstattung weit hinter sich. Auf Erkundungsgängen im leeren Aachener Tivoli zeichnet er das Bild einer Partie, die vor allem durch die Abwesenheit dessen gekennzeichnet ist, was sonst - nicht zuletzt akustisch - den Fußball ausmacht: das enthusiastische, empörte, erboste, begeisterte, auf jeden Fall lautstark mitgehende Publikum. Nie mehr in seinem Leben möchte er einem weiteren Geisterspiel beiwohnen und beendet seinen Bericht er mit einem flammenden Appell an die Fairness aller Fußballfans, "damit uns das für die Zukunft erspart bleibt!" Günter Koch, geb. 1941 in Posen, ehemaliger Hörfunk- und Fernsehreporter. Zum 25. Dienstjahr als BR-Fußballreporter Hörspiel Tribute Günther Koch Revisited - Voll in den Mann (2001).

Freitag 22:30 Uhr SR2 Kulturradio

ARD Radiofestival 2020. Das Gespräch: Der Schriftsteller Karl-Heinz Ott befragt von Marcus Stäbler

Der Schriftsteller Karl-Heinz Ott hat ein großes Faible für die klassische Musik - kein Wunder, hat er doch auch als Operndramaturg gearbeitet. In seinem Buch "Rausch und Stille" ergründet Ott den Geist Ludwig van Beethovens, dessen 250. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird. Im Gespräch mit Marcus Stäbler erzählt Ott, was den Komponisten-Rebellen so faszinierend macht - und welch en Einfluss Beethoven auf die Musikgeschichte hatte. Lebendig und fesselnd spricht er über die emotionale Wucht von Beethovens Sinfonien und erklärt, warum er diese für zugänglicher hält als die Kammermusik des Jubilars. Das Gespräch steht anschließend unter www.ardradiofestival.de zum Download zur Verfügung.

Freitag 23:00 Uhr MDR KULTUR

Lesung *

ARD Radiofestival 2020: "Ein schwarzes Meer" Eine Erzählung exklusiv für die ARD Kulturprogramme Von Julia Trompeter Mit den Sandalen an den großen Zehen baumelnd seinen Gedanken nachhängen - Erinnerungen an Reisen und fremde Orte, an Gerüche und Farben mischen sich in den Blick auf die Umgebung, kommen und gehen wie die Grübeleien über die blinden Flecken auf der inneren Landkarte. Julia Trompeter schreibt Gedichte und Prosa, spielerisch, verblüffend, voller Schreiblust und heimlicher Skepsis. Zuletzt erschien ihre literarische Erkundung ,,Frühling in Utrecht". Die Kulturprogramme der ARD haben 40 Autorinnen gebeten, eine Erzählung zum Thema ,,Reisen" für das ARD Radiofestival zu schreiben. Produktion: WDR 2020 Sprecher: Julia Trompeter

Freitag 23:00 Uhr Cosmo

COSMO Live

COSMO Über den Dächern: Gentleman & Patrice Megaloh - Dank unserer Dachterrassen-Konzerte war der Musiksommer nicht ganz verloren. Wir haben mit euch an vier Freitagen im Juli über den Dächern Kölns gefeiert. Hört bei COSMO Konzerte noch einmal das Best Of der letzten beiden Shows mit Gentleman, Patrice & Megaloh! Gentleman, der größte Reggaestar Deutschlands, bricht nach über zwanzig Jahren im Musikbusiness mit alten Gewohnheiten und wird auf seinem neuen Album erstmals komplett auf Deutsch singen. Beim Exklusivkonzert gab er zusammen mit seiner Band den COSMO-Dauerbrenner "Ahoi" zum Besten und präsentierte dazu seine größten englischsprachigen Hits der letzten Jahre. Patrice hat sich mit den Jahren seinen eigenen Kosmos geschaffen - als Musiker, Produzent und Solokünstler. Es fing mit Reggae an der Akustikgitarre an, inzwischen reicht sein Spektrum bis zu großen Pop-Hymnen und Afrobeats-Tunes, die weltweit begeistern und inspirieren. Bei COSMO Über den Dächern gab es einen ersten exklusiven Vorgeschmack auf sein neues Album. Moabits Finest schafft es, Skills mit Message zu verbinden. Megaloh nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, Rassismus die Stirn zu bieten. Mit seiner Crew BSMG hat er die Erfahrungen als Schwarzer Mensch in Deutschland bereits auf einem Album hörbar gemacht. Aktuell packt der Rapper auf seiner Single "Zombiemodus" Gesellschaftskritik und Selbstreflexion in schwindelerregende Binnenreime. Megaloh spielte bei COSMO Über den Dächern erstmals mit Band. Aufgenommen am 24. 31.07. auf einer Dachterrasse in Köln.

Samstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Lange Nacht

Alle reden zu viel Die Lange Nacht zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski Von Knut Benzner Regie: der Autor Heinrich Karl Bukowski, das war sein Taufname, als er am 16. August 1920 in Andernach, 15 Minuten nordwestlich von Koblenz, als Sohn eines US-amerikanischen Besatzungssoldaten geboren wurde. Aus Heinrich Karl wurde Charles, Charles Bukowski, Dichter und Schriftsteller, der Mann mit der Ledertasche, der schlechte Verlierer und derjenige, der detailliert bestimmte Männerfantasien beschrieb: ungehemmter Junggeselle, schlampig, unsozial und frei - ob in Gedichten, Kurzgeschichten oder Romanen. Dabei war er verheiratet, mehrere Male, und es ist davon auszugehen, dass ihn seine letzte Frau, Linda Lee Beighle, gepflegt hat - Bukowski litt die späten Jahre seines Lebens an Leukämie. Bukowski war und ist in mehr als 40 Büchern Außenseiter der Literatur und sicherlich auch des Literaturbetriebs. Er, der Trinker und Raucher, wurde verachtet und verehrt. In Deutschland aber war und ist die Verehrung fast überproportional. "Keinem schlägt die Stunde", so der Titel einer posthum veröffentlichten Sammlung seiner Storys. Ihm schlug sie dann doch, ausgemergelt, ausgezehrt, mit 73 Jahren.

Samstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk

Blue Crime

Der Mord an Roger Ackroyd oder Alibi Von Agatha Christie Aus dem Englischen von Friedrich Pütsch Bearbeitung: Lotte Schickel Regie: Wolfgang Schwade Mit Charles Regnier, Joseph Offenbach, Hans Paetsch, Holger Hagen, Josef Dahmen, Herbert Steinmetz, Liselotte Willführ und Inge Stolten Produktion: NDR 1956 Länge: ca. 54" (mono) Agatha Christies Kriminalroman "The Murder of Roger Ackroyd" erschien im Juni 1926 sowohl in Großbritannien als auch in den USA. In ihm steht die Mordmethode im Mittelpunkt, mit der sich die Christie als ausgebildete Apothekenhelferin und Krankenschwester am besten auskannte: Gift. Dr. Sheppard, als Arzt in Kings Abbot tätig, grübelt noch darüber, ob Mr. und Mrs. Abbot, zwei Honoratioren des Dorfes, eines natürlichen Todes gestorben sind, da wird der wohlhabende Fabrikant Roger Ackroyd ermordet. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Todesfällen? Wer ist der Täter? Sheppards Schwester Caroline entdeckt, dass der ältere Herr, der kürzlich das Haus neben ihnen bezogen hat, der berühmte Detektiv Hercule Poirot ist. "Die Psychologie des Verbrechens soll beachtet werden", erklärt er, als er den Fall übernimmt. Und bald werden nahezu alle, die mit Roger Ackroyd zu tun hatten, der Täterschaft verdächtigt. Mit der Lösung dieses Falles landete die Christie einen ungeheuerlichen Coup, indem sie gegen die erste der "Zehn Regeln für einen fairen Kriminalroman" des Londoner Detection Club verstieß, die sie bald darauf selbst unterzeichnen würde. Wenige Monate nach Erscheinen des Romans war die Autorin plötzlich spurlos verschwunden.

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